Über uns und unsere Ziele

Wer wir sind
Wir, der Arbeitskreis Ökologie, sind ein loser Zusammenschluss von Menschen, die sich den Erhalt der Ulme sowie der Platane und die Würdigung deren Geschichte zum Ziel gesetzt haben.

Was wir wollen
Im Zuge eines Bauprojektes zweier Baugenossenschaften in Dom – und Landtagsnähe sollen zwei wertvolle Großbäume, eine Platane und eine Ulme, gefällt werden. Dies sieht der Vorentwurf der Stadtverwaltung Magdeburg vor. Die Bäume sind jedoch in zweierlei Hinsicht äußerst wertvoll und schützenswert. Auf der einen Seite ist der ökologische Wert zu betrachten. Allgemein sind dies u.a. der Wert für das örtliche Mikroklima und der Erhalt als Vogelbrutstätte. Weiterhin wurden Ulmen in den letzten Jahren durch einen Pilz in Europa stark dezimiert und sind in Magdeburg kaum noch zu finden. Dieser Baum und auch die Platane sind jedoch kerngesund.



Auf der anderen Seite steht der historische Wert im 25. Jahr nach der friedlichen Revolution, die in Magdeburg in der Nähe der Bäume, im Dom, einen wichtigen Ausgangspunkt hatte. Die Platane ist ca. 80 Jahre, die Ulme ca. 120 Jahre alt. Beide Bäume haben die Bombardierung im 2. Weltkrieg überlebt. Die Bäume spielten in den letzten Jahren der DDR eine wichtige Rolle. Sie sollten 1987 im Zuge der Wiederbebauung gefällt werden. Durch Bürgerproteste in Form von Eingaben an den Rat der Stadt, initiiert durch den Arbeitskreis Ökologie der Domgemeinde, wurde dies erfolgreich verhindert. Die Bäume, die zwei Diktaturen überlebten, sind Zeitzeugen der Stadtentwicklung.

Die hier sichtbare Ulme hat zwei Diktaturen überlebt. Die Platane war zu der Zeit wohl noch zu jung um über die Schule hinweg zu ragen.

Die hier sichtbare Ulme hat zwei Diktaturen überlebt. Die Platane war zu der Zeit wohl noch zu jung um über die Schule hinweg zu ragen.

Wir wollen daher, dass diese Bäume nicht gefällt, sondern gewürdigt werden. Sie sollen in die vorhandenen Planungen zur Bebauung des Südabschnittes Danzstrasse integriert werden.

Schon bald soll das Dommuseum in die ehemalige Staatsbank einziehen. Die beiden Bäume wären daher als touristisches Ziel mit Hinweistafeln denkbar, die ein Stück Magdeburger DDR-Geschichte erzählen könnten. Und eine Ergänzung als lebendige Zeitzeugen zum Bürgerdenkmal und Mauerstück auf der anderen Seite des Museums, weil sie von der Courage einiger Bürger vor 1989 berichten.